über Beat Huber
geboren am 9. Oktober 1959 in Entlebuch als drittes von sechs Kindern
seit 1984 sporadisch in Ausstellungen als Künstler aktiv
Atelier in Siblingen seit 2014
wohnt und arbeitet in Siblingen

Weiningen, 1982; Praktikant Beat Huber bei Skulptur-Projekt von Bildhauer Piero Maspoli (Foto aus dem Nachlass von Klaus Rigendinger)
Um meinen Lebensunterhalt und mein künstlerisches Schaffen zu finanzieren, arbeitete ich über Jahre als Bauarbeiter und Industriearbeiter.
Seit 1994 habe ich von keiner öffentlichen Förderung profitiert, oder zur Förderung meines Kunstschaffens von einer privaten Stiftung Geld bekommen. Umso mehr danke ich all jenen herzlich, die meinen künstlerischen Weg mit Interesse begleitet und unterstützt haben und dies immer noch tun.

Die Gegenwart ändert ihr Gesicht ständig. Das Studium der neueren Kunstgeschichte zeigt z.B. die Tatsache, dass das Bekenntnis zur Demokratie in unserer Gesellschaft seit dem Ende des 2. Weltkriegs über die Jahrzehnte kontinuierlich schwächer geworden ist. Der starre Blick auf den obszönen Reichtum weniger Einzelpersonen bildet jetzt das Zentrum des medialen Tam Tam.
Amtierende Regierungen neigen dazu, dem unter ihrer Herrschaft entstandenen Unmut in der Gesellschaft mit List und Polizeigewalt zu begegnen. Mich interessiert, wie anders als heute das Bewusstsein der Gesellschaft während meiner Kindheit vor 60 Jahren war. Historischen Lesestoff bietet das Buch «la societé du spectacle» von Guy Debord aus dem Jahr 1967, das ich im Winter 22/23 ins Deutsch übersetzte. Titel: Das Buch ist unter dem Titel «Die Spektakelgesellschaft» nun auch im deutschprachegen Raum öffentlich zugänglich (siehe unten). Das Besondere an diesem Buch ist die herausragende Menschenkenntnis und ein hoch philosophischer und gleichzeitig hoch emanzipatorischer Inhalt, der in einer schweren Krise als Leitfaden für eine brillante Diplomatie diente: Frankreichs gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft stützte sich strategisch bei der Ausrufung des Generalstreiks im Frühling 1968 auf dieses Büchlein und auf Guy Debord. 10 Millionen Arbeitskräfte waren in ganz Frankreich am Generalstreik 1968 beteiligt, bei dem sie ohne Blutvergiessen eine Einigung mit den Arbeitgebern und mit der Regierung von Général De Gaulle erreichten. Die schlimmsten Missstände in der französischen Wirtschaft wurden erkannt und zufriedenstellend beseitigt. Ob das heute möglich wäre, wage ich zu bezweifeln.
Bei schweren Konflikten die Diplomatie obsiegen zu lassen ist nur mit einem allseitigen Bekenntnis zu den Werten der modernen Demokratie möglich.
LINK «Die Spektakelgesellschaft» , PDF Die Spektakelgesellschaft auf Deutsch zum Lesen, zum Download, oder zum Ausdrucken auf A4:


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